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Ökonomen und Politikwissenschaftler verfolgen traditionell unterschiedliche Konzepte, um die kausale Verkettung von Ursachen und Folgen zu analysieren. Während Ökonomen eine streng quantitative Herangehensweise wählen, ist Politikwissenschaftlern der historisch-institutionelle Kontext wichtig, der eher mit qualitativen Methoden zu erfassen ist. Das Brückenprojekt CAUS will eine methodische Brücke zwischen beiden schlagen, indem versucht wird, spieltheoretische Modellierung und analytische Narrative zu kombinieren, um kausale Mechanismen herausarbeiten zu können. Dafür gilt es, auch ein experimentelles Setting zu finden. Neben der fundamentalen theoretischen Arbeit an diesem Konzept, sollen kleinere und größere Anwendungen auf historisch-politische Situationen das Potential der kombinierten Methoden ausweisen. Ein Anwendungsgebiet ist die Analyse der Vorwahlen zur Präsidentschaftswahl in den USA im Jahr 2016, ein anderes die Analyse des Brexit-Votums der Briten im Jahr 2017.

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