Das Kolleg arbeitet in fünf verschiedenen Themenbereichen, in denen sich die Dissertationsprojekte der Stipendiat*innen verorten.

I. Gute Arbeitsgestaltung in der digitalen Ökonomie (Leitung Dr. Martin Krzywdzinski, Stipendiatinnen: Setareh Radmanesch und Kathleen Warnhoff)

Im Vordergrund stehen Bedingungen und Gestaltungsansätze „guter Arbeit“ im Kontext der Digitalisierung von Arbeitsprozessen, etwa im Kontext der Diskussion um „Industrie 4.0“. Zentrale Themen sind der Wandel der Qualifikationsanforderungen, Möglichkeiten der Stärkung von Autonomiespielräumen der Beschäftigten, aber auch Gefahren einer forcierten Standardisierung und Überwachung der Arbeit. (Disziplinärer Schwerpunkt: Soziologie / politische Ökonomie; methodischer Schwerpunkt: qualitativ und/oder quantitativ)

II. Migration und gute Arbeit (Leitung Dr. Susanne Veit, Stipendiatinnen: Franziska Kößler, Esther Kroll)

Dieser Themenbereich fokussiert auf den Einfluss der zunehmenden kulturellen Heterogenität in der Bevölkerung auf die Arbeitswelt von morgen. Zentrale Fragen sind, ob und warum Migrant/-innen beim Zugang zu „guter Arbeit“ diskriminiert werden, welche Auswirkungen kulturelle Heterogenität auf Arbeitsgruppen hat und wie damit verbundene Herausforderungen gemeistert und Chancen genutzt werden können. (Disziplinärer Schwerpunkt: Psychologie oder ggf. Soziologie; methodischer Schwerpunkt: quantitativ)

III. Gute Arbeit und Lebensqualität (Leitung Lena Hipp, Ph.D., Stipendiatinnen: Friederike Molitor und Giulia Tattarini)

Die steigenden betrieblichen Flexibilitätsanforderungen sowie der Bedarf an flexiblen Lösungen im Familienleben stellen Arbeitnehmer/-innen vor große Herausforderungen. Dieser Themenbereich beschäftigt sich mit der Frage nach der Vereinbarkeit von Arbeit und Familie sowie den dafür notwendigen Bedingungen. (Disziplinärer Schwerpunkt: Soziologie; methodischer Schwerpunkt: quantitativ)

IV. Gutes Einkommen aus guter Arbeit (Leitung Dr. Martin Ehlert, Stipendiat*innen: Nicolas Morgenroth, Giulia Tattarini)

Vor dem Hintergrund steigender Einkommensungleichheit beschäftigt sich dieser Themenbereich mit der finanziellen Dimension von „guter Arbeit“. Untersucht wird, ob Arbeitsqualität und angemessene Löhne miteinander einhergehen und unter welchen Bedingungen "gute Arbeit" z.B. durch Flexibilisierungswünsche und -notwendigkeiten zu Einkommensnachteilen führt. (Disziplinärer Schwerpunkt: Soziologie; methodischer Schwerpunkt: quantitativ)

V. Gute Arbeit gestalten (Leitung Sigurt Vitols, Ph.D., Stipendiatin: Lisa Basten)

Dieser Bereich übernimmt eine Querschnittsfunktion und beschäftigt sich mit der Frage, wie „gute Arbeit“ durch Mitbestimmung, Tarifpolitik oder Gesetzgebung gefördert und in der Praxis umgesetzt werden kann. (Disziplinärer Schwerpunkt: Betriebswirtschaft / Soziologie / Politikwissenschaft; methodischer Schwerpunkt: quantitativ und/oder qualitativ)