Neue Veröffentlichung

Autonome Flotten

„Autonome Flotten. Mehr Mobilität mit weniger Fahrzeugen“ heißt eine neue Publikation von Weert Canzler, Andreas Knie und Lisa Ruhrort. Die Mobilitätsforscher*innen der Forschungsgruppe Wissenschaftspolitik plädieren dafür, mit neuen smarten Techniken die Zahl der privaten Autos zu minimieren und neue Möglichkeiten für eine Mobilität ohne eigenes Auto schaffen.

Robotaxis, die wie von Geisterhand gesteuert durch die Städte flitzen, bleiben einstweilen noch Science Fiction. Aber Busse, die automatisch und flexibel vor die Tür gefahren kommen, könnten heute schon Realität werden. Dazu braucht es aber den politischen Willen, den öffentlichen Verkehr modern zu gestalten und als Alternative zum eigenen Auto aufzubauen, wie Weert Canzler, Andreas Knie und Lisa Ruhrort in ihrer Publikation argumentieren. Doch in Deutschland scheinen weder die Autoindustrie noch die öffentlichen Verkehrsunternehmen in der Lage zu sein, solche Systeme zu entwickeln. Die amerikanischen Digitalkonzerne stehen dagegen bereits am Start.

Das Buch ist ein Plädoyer dafür, die Chancen der neuen Technik aktiv zu ergreifen und gemeinsam mit allen Beteiligten mutig zu experimentieren. Mit veränderten Regelwerken lassen sich neue Dienste etablieren, die die Zahl der Autos in den Städten auf ein Minimum reduzieren und auch auf dem Land neue Möglichkeiten für eine Mobilität ohne eigenes Auto schaffen.

Weert Canzler wird auch in der Veranstaltung „Autonomes Fahren auf der Anklagebank“ am 16. Dezember auftreten. Er übernimmt die Rolle eines Gutachters. In diesem neuen Veranstaltungsformat soll in einer fiktiven Gerichtsverhandlung über den Umgang mit selbstfahrenden Autos verhandelt werden.

 

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Autonome Flotten

Das Buch „Autonome Flotten. Mehr Mobilität mit weniger Fahrzeugen“ ist im oekom verlag erschienen.