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WZB-Mitteilungen Dezember

Sozialpolitik - Existenz und Teilhabe

Wie Chancen und Güter in einer Gesellschaft verteilt werden, ist immer auch Gegenstand politischer Auseinandersetzungen. Der Sozialstaat bietet Absicherung gegen verschiedene Lebensrisiken. Die Prinzipien dahinter sind historisch gewachsen und verändern sich stetig.

Einen großen Bogen spannt Jürgen Kocka, der beschreibt, wie unter Reichskanzler Bismarck im vorletzten Jahrhundert die Grundzüge dessen entstanden, was heute noch das deutsche System ausmacht („Der Sozialstaat, ein Langzeitprojekt“). David Brady diskutiert zwei grundsätzlich verschiedene Ansätze: universelle gegen gezielte Maßnahmen – ein überraschendes Plädoyer für die Gießkanne („Mehr ist mehr“).

Dass Sozialpolitik nicht nur das Ergebnis politischer Diskussionen ist, sondern sich auch umgekehrt auf diese Diskussionen auswirkt, zeigt Katja Salomo in einem Vergleich der Haltungen zu Zuwanderung in verschiedenen europäischen Ländern („Sozialpolitik prägt politische Kultur“). Die zentrale Frage der Rente, speziell des Rentenalters, gehen zwei Beiträge an. Joshua Perleberg entwirft ein Modell der Kopplung von Lebenserwartung und Altersgrenze („Generationengerechtigkeit als Ziel“). Und Jonas Radl untersucht, welche Stereotype über das Alter in der Gesellschaft vorherrschen („Wer ist wann zu alt zum Arbeiten?“).

Diese und viele weitere Artikel finden sich in der Dezember-Ausgabe der WZB-Mitteilungen. Unser Forschungsmagazin erscheint vierteljährlich und ist kostenlos zu beziehen. Bitte schreiben Sie eine E-Mail an presse [at] wzb.eu.

17.12.2020

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Jonas Radl
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