Auszeichnung für Ellen von den Driesch

Ellen von den Driesch wurde bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Demographie mit dem Nachwuchspreis für ihre Dissertation ausgezeichnet.

Ihre Dissertation am WZB "Unter Verschluss. Zur Geschichte des Suizids in der DDR 1952 – 1990" erscheint im April im Campus Verlag. 

Über Suizide in der Deutschen Demokratischen Republik ranken sich eine Vielzahl an Mythen. Etwa, dass seit den 1970er Jahren Suizide in der DDR nicht mehr gezählt wurden, dass das politische System des Landes für die hohen Suizidraten verantwortlich war oder, dass es in Thüringen und Sachsen eine Art Suizidmentalität gab. Ellen von den Drieschs Dissertation räumt mit diesen Mythen auf. Sie beschreibt das Suizidgeschehen in der DDR und ordnet es in vielfältige sozialwissenschaftliche und historische Bezüge ein. 

Der Beitrag "Verkürzte Lebenszeit. Suizid als Seismograf der Gesellschaft" aus den WZB-Mitteilungen gibt einen Einblick in ihre Forschung.

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Portrait Foto Ellen von den Driesch ( Foto: Frederic Schweizer)
Frederic Schweizer

Ellen von den Driesch war bis Mitte 2020 wissenschaftliche Mitarbeiterin der Forschungsgruppe Arbeit und Fürsorge. Sie arbeitet jetzt beim Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung.