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Beendete Forschungsprogramme

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Forschungsprofessur
"Vergleich demokratischer Systeme"

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      Professor Dr. Max Kaase
(bis 30.9.2000)
 


  Forschungsziele
 
 

Mit der Transformation zahlreicher vormals totalitär-kommunistisch verfasster Staaten zu pluralistischen Demokratien westlicher Prägung steht die Demokratieforschung voraussichtlich vor einer neuen Epoche. Ging es in der OECD-Welt nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst um die Aufarbeitung des Faschismus, seiner Konstitutionsbedingungen und Folgen, so warfen schwierige innere Demokratisierungsprozesse und die damit in Verbindung stehende Debatte um die Legitimitäts- und Legitimationsgrundlagen der westlichen Demokratien von den späten 60er bis zu den frühen 80er Jahren die Frage nach ihrem Zukunftspotential auf. Mit dem Abdanken des totalitären Kommunismus und seiner planwirtschaftlichen wie historizistischen Grundlagen muss nun die Problematik der westlichen Demokratien als politischen Ordnungssystemen ohne derzeit erkennbare Alternative für ihre Weiterentwicklung unter neuen Vorzeichen bedacht werden.

Eine dieser Optionen besteht in der Notwendigkeit, angesichts der genannten globalen Kontextbedingungen differenzierter und tiefer als bisher in die etablierten Systeme hineinzuschauen und deren institutionelle Arrangements unter Gesichtspunkten der Innovationsfähigkeit, Effektivität (im Sinne der Ressourcenoptimierung), Responsivität und institutionell hervorgebrachten klaren Verantwortungszuschreibungen zu analysieren. Da die genannten makropolitischen Strukturänderungen von erheblicher Bedeutung auch für die politischen Orientierungen der Bevölkerung sein werden, müssen die entsprechenden Änderungen ebenfalls sorgfältig untersucht werden.

Idealtypisch gesprochen, handelt es sich hierbei um Mehrebenenprobleme, d. h. um Fragestellungen, bei denen - wenn immer möglich über Zeit - die gegenseitigen Abhängigkeiten von institutionellen Arrangements (Makroebene, etwa das Wahlsystem) und individuellen Verhaltensprädispositionen oder Verhaltensweisen (Mikroebene, z. B. Einstellungen der Bürger gegenüber der Demokratie oder Wählerverhalten) untersucht werden. Solche Mikro-Makro-Analysen, aber auch reine Mikro- oder Makroanalysen - an allen dreien ist die Forschungsprofessur interessiert - besitzen im systematischen internationalen Vergleich ihren theoretischen und methodologischen Schwerpunkt.  


  ¬ Prof. Dr. Max Kaase ist seit Oktober 2000 Vice President and Dean der School of Humanities and Social Sciences, International University Bremen.  

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