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Beendete ForschungsprogrammeWissenschaftstransformation

Beendete Forschungsprogramme






Arbeitsgruppe
Wissenschaftstransformation



 

Die aus der Forschungsgruppe Wissenschaftsstatistik (1992-1996) hervorgegangene Arbeitsgruppe untersucht international vergleichend Entwicklungsdynamiken von Wissenschaftssystemen im Transformationsprozess. Dadurch sollen Zusammenhänge zwischen Transformationsbedingungen und -prozessen im Wissenschaftssystem einerseits und der Rolle der Wissenschaft in Transformationsgesellschaften andererseits aufgeklärt werden. Bei der politischen Gestaltung der Transformationsprozesse ehemals staatssozialistischer Länder wird diese Rolle meist auf Hervorbringung von Innovationen reduziert. Bisher vermag es die Wissenschaft jedoch nicht einmal, diesen reduzierten Erwartungen zu entsprechen.

Die Ursachen dafür liegen einerseits in wissenschaftsexternen Transformationsprozessen. In der sich entwickelnden Privatwirtschaft und durch den Staat werden Forschung und Entwicklung in erster Linie als Kostenfaktor wahrgenommen und ihre Ressourcen erheblich gekürzt. Andererseits schränkt aber auch die Transformation der Wissenschaftssysteme selbst deren Leistungsfähigkeit ein, da die organisch gewachsenen intrasystemaren Beziehungen durch eine Vielzahl von partikularen Transformationen aufgelöst werden. Die Überlagerung dieser Auflösungsprozesse mit den in der Transformation initiierten neuen Entwicklungs- und Integrationsprozessen sowie die Verflechtung und Aggregation von Prozessen auf der Mikro-, Meso- und Makroebene verleihen der Transformation der Wissenschaftssysteme eine besondere Dynamik.

In ihrem methodischen Vorgehen zur Erfassung und Erklärung dieser Dynamik verbindet die Arbeitsgruppe quantitative makrostrukturelle Analysen zur Entwicklung des Wissenschaftssystems und seiner Sektoren mit Fallstudien auf der Mesoebene der Organisationsentwicklung von Forschungseinrichtungen. Sie stellt bei ihren Analysen auch Beziehungen zu Transformationsprozessen in westlichen Industrieländern her, die dort seit Beginn der 90er Jahre insbesondere unter den Stichworten "science in a steady state", "the R&D system in transition" und "Veränderungen in der Forschungslandschaft" diskutiert werden.

 
  Leiter:
> Prof. Dr. Werner Meske
   
  Adresse:
  Reichpietschufer 50
  10785 Berlin
   
  Telefon:
  +49-30-25491-0
  +49-30-25491-591
  (Sekretariat)


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