Wednesday, 8 June 2011

Ressortforschung im Wandel

Wissenschaft und Praxis im Dialog -
Interdisziplinärer Workshop

Obwohl die Ressortforschung des Bundes eine lange Tradition besitzt, ist sie erst in den letzten Jahren in den Blickpunkt einer breiteren Fachöffentlichkeit getreten. Dies hat einerseits mit der wachsenden Bedeutung wissenschaftlicher Unterstützung für die Gesetzgebung zu tun, andererseits mit dem steigenden Evaluationsdruck, dem alle Wissenschaftseinrichtungen seit der Jahrtausendwende unterworfen sind.

Während sich aber bei Universitäten und den großen außeruniversitären Forschungseinrichtungen relativ schnell Konsens darüber erzielen lässt, welche zentralen Aufgaben sie innerhalb des Wissenschaftssystems zu erfüllen haben, fällt dies bei den Einrichtungen der Ressortforschung deutlich schwerer. Zu divergent sind ihre Funktionsprofile zwischen wissenschaftlicher Beratung, Gesetzesvollzug und eigener Forschung.

Die Vielschichtigkeit der Ressortforschung gilt es anzuerkennen, ohne gleichzeitig auf den Versuch einer generalisierenden Betrachtung zu verzichten. Um dieser Anforderung gerecht zu werden, bedarf es eines intensivierten Dialogs zwischen Wissenschaft und Praxis. Der Workshop soll daher ausgewählte Ergebnisse der sozialwissenschaftlichen Forschung über die Rolle und den Wandel der Ressortforschung präsentieren, um diese mit den Erfahrungen von Praktikern aus der Bundesverwaltung und den Forschungseinrichtungen zu kontrastieren.

Angestrebt wird ein wechselseitiger Erfahrungs-austausch, der sowohl der Wissenschaft wie auch der Praxis eine Reflexion über die eigene Arbeit und Bewertungsperspektiven erlaubt. Dabei sollen verschiedene Themen bzw. Entwicklungen zur Sprache kommen, die die Ressortforschung seit rund einem Jahrzehnt stärker in den Fokus der (politischen) Aufmerksamkeit gerückt haben.

Contact
Simon Rossmann
rossmann [at] wzb.eu
Registration deadline
Please register until 19.05.2011.
Venue
WZB, Reichpietschufer 50, 10785 Berlin, Raum A 300
Wednesday, 8 June 2011
Start 11:00 am
Organizer
WZB, Forschungsgruppe Wissenschaftspolitik und Leibniz Universität Hannover