Tuesday, 11 May 2021

Daten für Taten: Impulse für ein evidenzbasiertes Programm zur Schließung von coronabedingten Lernlücken

Kolloquiumsreihe „Wunsch und Wirklichkeit deutscher Bildungspolitik – Steuerung auf dem Prüfstand“

 

In der Bildungspolitik besteht weitgehend Einigkeit darüber, das Bildungssystem evidenzbasiert zu steuern. Notwendige Voraussetzung für eine solche Form der Steuerung ist Wissen über Evidenzen, etwa über Schüler*innen und die Gestalt und das Ausmaß von Problemlagen ebenso wie Wissen über die Wirksamkeit schulpolitischer Maßnahmen. Um dieses Wissen generieren zu können, sind Daten erforderlich, wie sie etwa durch die amtliche (Schul-)Statistik, durch Vergleichsarbeiten oder Kompetenztests sowie im Verwaltungsvollzug erfasst werden.

Allgemein wird angenommen, dass die pandemiebedingten Formen des Schulhaltens mit wechselndem Präsenz-, Distanz- und Hybridunterricht bei vielen Schüler*innen zu „Lernlücken“ und vor allem zu einer Vergrößerung bestehender sozialer Disparitäten geführt haben. Bund und Länder verhandeln derzeit über ein entsprechendes Aktionsprogramm zur Schließung der „Lernlücken“. Belastbare empirische Befunde, an denen ein solches Programm ausgerichtet und formativ sowie summativ evaluiert werden könnte, liegen bisher jedoch kaum vor. Das Problem: Es fehlt vielfach an geeigneten und systematisch erhobenen Daten und wenn sie vorliegen, sind sie meist nicht miteinander verknüpfbar.

Im Vortrag vorgestellt werden einerseits die vorhandenen Daten und Evidenzen und andererseits die Datenerfordernisse für ein effektives und effizientes Bund-Länder-Programm. Zudem wird ein Vorschlag unterbreitet, wie die vorhandenen und zusätzlich zu erhebenden Daten datenschutzkonform für vertiefte Analysen mit dem Ziel verknüpft werden können, eine möglichst tragfähige empirische Basis für die Steuerung eines solchen Programms zu schaffen.

Es diskutieren:

Detlef Fickermann – Wuppertaler Institut für bildungsökonomische Forschung
Helene Palamidis – Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS), Brandenburg

Moderation:

Benjamin Edelstein – Wissenschaftlicher Mitarbeiter am WZB

 

Weitere Informationen zu Programm und Anmeldung erhalten Sie hier.

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Der Vortrag mit einem Kommentar (und Möglichkeit zur Publikumsbeteiligung) findet als Webinar über Zoom statt und wird anschließend als Podcast auf dem Blog bildungspolitik.wzb.eu veröffentlicht.

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Contact
Johanna Behr
johannamarie.behr [at] wzb.eu
Venue
via Zoom
Tuesday, 11 May 2021
Start 5:00 pm
Organizer
WZB in Kooperation mit dem Cluster „Recht und Sozialpolitik“ der Universität Hildesheim

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