David Ausserhofer
David Ausserhofer
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Die Forschungsgruppe „Politik der Digitalisierung“ (POLDI) erforscht die Deutung, Aushandlung und Regelung der digitalen Transformation. Ihr Ziel ist es, die Strategien, Kompetenzen und Praktiken der Gestaltung der Digitalisierung und ihrer gesellschaftlichen Folgen zu untersuchen und zu bewerten.

Den Ausgangspunkt der Arbeit der Forschungsgruppe bildet ein Verständnis von Digitalisierung als kontinuierlichem sozio-technischem Wandlungsprozess. Die digitale Transformation ist nicht einseitig technikgetrieben, vielmehr verläuft sie entwicklungsoffen, konflikthaft und reflexiv. Zur Untersuchung dieses Wandlungsprozesses knüpft die Gruppe konzeptionell an die sozialwissenschaftliche Governance-Forschung, die Diskursforschung, die Techniksoziologie, die soziologische Feldtheorie, die Soziologie der Quantifizierung und Bewertung, wie auch an die moderne Demokratietheorie an.

Die Forschung der Forschungsgruppe konzentriert sich auf die politische Dimension des digitalen Transformationsprozesses und analysiert diese in zweifacher Hinsicht: Zum einen wird die Digitalisierung als Ressource politischer Ordnungsbildung (Regulierung durch Digitalisierung) verstanden, zum anderen kommt sie als Gegenstand von politischen Entscheidungen in den Blick (Regulierung von Digitalisierung).

Die Forschungsgruppe setzt sich aus drei verbundenen Teilprojekten zusammen: Im Projekt »Quantifizierung und gesellschaftliche Regulierung« wird die wachsende Bedeutung von automatisierten Verfahren der Quantifizierung und Bewertung mittels Big Data, Algorithmen und Künstlicher Intelligenz als Ressource für Regulierung und Governance untersucht. Das Projekt »Politikfeld Internet« erforscht national, transnational sowie international vergleichend die Formierung von Diskursen, Institutionen und Governance-Verfahren, die auf die Bewältigung und Gestaltung des digitalen Wandels zielen. Das Projekt »Digitalisierung und Demokratie« schließlich untersucht die transformative Kraft der Digitalisierung mit Blick auf den vermuteten Formwandel der Demokratie; dieser betrifft die Beschaffenheit des Demos, die mediale Struktur von Öffentlichkeit und die politische Willensbildung.

Im Jahr 2017 trug die Forschungsgruppe zur Gründung des Deutschen Internet-Instituts, dem „Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft“, bei. Zwei der Teilprojekte von POLDI sind am Weizenbaum-Institut angesiedelt. Gemeinsam mit diesem und mit dem Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) steht POLDI durch gemeinsame Veranstaltungen und Publikationen in regelmäßigem Austausch.


 

Kontakt

Twitter-Account der Projektgruppe Politikfeld Internet: @internet_policy

Büro
Niklas Weber
Fon: +49-30-25491-625
Mail: niklas.weber [at] wzb.eu

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