POLDI
Jan Flickschu
Forschungsgruppe
Hauptinhalt

Die Forschungsgruppe „Politik der Digitalisierung“ (POLDI) erforscht die Deutung, Aushandlung und Regelung der digitalen Transformation. Ihr Ziel ist es, die Strategien, Kompetenzen und Praktiken der Gestaltung der Digitalisierung und ihrer gesellschaftlichen Folgen zu untersuchen und zu bewerten.

Den Ausgangspunkt der Arbeit der Forschungsgruppe bildet ein Verständnis von Digitalisierung als kontinuierlichem sozio-technischem Wandlungsprozess. Die digitale Transformation ist nicht einseitig technikgetrieben, vielmehr verläuft sie entwicklungsoffen, konflikthaft und reflexiv. Zur Untersuchung dieses Wandlungsprozesses knüpft die Gruppe konzeptionell an die sozialwissenschaftliche Governance-Forschung, die Diskursforschung, die Techniksoziologie, die soziologische Feldtheorie, die Soziologie der Quantifizierung und Bewertung, wie auch an die moderne Demokratietheorie an.

Die Forschung der Forschungsgruppe konzentriert sich auf die politische Dimension des digitalen Transformationsprozesses und analysiert diese in zweifacher Hinsicht: Zum einen wird die Digitalisierung als Ressource politischer Ordnungsbildung (Regulierung durch Digitalisierung) verstanden, zum anderen kommt sie als Gegenstand von politischen Entscheidungen in den Blick (Regulierung von Digitalisierung).

Im Jahr 2017 trug die Forschungsgruppe zur Gründung des Deutschen Internet-Instituts, dem „Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft“, bei. Zwei der Projekte von POLDI sind am Weizenbaum-Institut angesiedelt. Gemeinsam mit diesem und mit dem Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) steht POLDI durch gemeinsame Veranstaltungen und Publikationen in regelmäßigem Austausch.


 

Kontakt:

Niklas Weber
Mail: niklas.weber [at] wzb.eu
Fon: 030 25491-625

Reichpietschufer 50
D-10785 Berlin

Twitter

@internet_policy

Geschäftsstelle des Weizenbaum-Instituts

 

Leiterin:

Dr. Karin-Irene Eiermann

Kontakt:

Maite Vöhl

Aktuelles

Lena Ulbricht erklärt im Interview mit dem Futurium, warum die Digitalisierung etwa staatliche Aktuere vor neue Herausforderungen stellt.

 

Julia Pohle in Hamburg am 27. Februar: Mittags ein Lunch Talk im Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut zu "Politik des Digitalen - eine feldtheoretische Retrospektive". Ab 19:00 Uhr im betahaus eine Diskussionsrunde zu "Beispiel: Darknet. Wieviel Staat verträgt das Internet? Wieviel Anarchie der Staat?"

Neue Publikationen

Hösl, Maximilian/Kniep, Ronja (2020): "Auf den Spuren eines Politikfeldes. Die Institutionalisierung von Internetpolitik in der Ministerialverwaltung". In: Berliner Journal für Soziologie, advance access, 05.02.2020, online: http://dx.doi.org/10.1007/s11609-020-00397-4.
 
 
Pohle, Julia (2020): "Digitale Souveränität". In: Tanja Klenk/Frank Nullmeier/Göttrik Wewer (Hg.): Handbuch Digitalisierung in Staat und Verwaltung. Springer Reference Sozialwissenschaften. Wiesbaden: Springer VS.
 
 
Hofmann, Jeanette/Kersting, Norbert/Ritzi, Claudia/Schünemann, Wolf J. (Hg.) (2019): "Politik in der digitalen Gesellschaft. Zentrale Problemfelder und Forschungsperspektiven". Bielefeld: transcript.