Immer öfter fühlen sich Menschen von „denen da oben“ nicht mehr vertreten. Pöbelei oder Gewalt ersetzen den Austausch von Argumenten; Protestbewegungen werden von radikalen Minderheiten dominiert. Die Polarisierung der Gesellschaft ist der Schwerpunkt der WZB-Mitteilungen im Juni - online und im gedruckten Heft.
Robert Scholz hat die Kreuzverflechtungen in den Aufsichtsräten von börsennotierten Unternehmen analysiert. Ein Beitrag im Online-Schwerpunkt der WZB-Mitteilungen zum Thema Polarisierung.
Die Menschen in Deutschland haben mehrheitlich ein differenziertes Bild vom Islam und unterscheiden sehr genau zwischen Islam und Islamismus. Sie erleben nicht „den Islam“ als bedrohlich, wohl aber bestimmte islamistische Gruppen, von denen befürchtet wird, dass sie das gesellschaftliche Klima verändern. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des WZB in Zusammenarbeit mit der Alice-Schwarzer-Stiftung und Giordano-Bruno-Stiftung. Unzufrieden ist die Mehrheit mit dem Kampf der etablierten Parteien gegen den Islamismus.
Einer neuen Studie zufolge lässt sich mit verschiedenen Strategien die Bereitschaft, sich impfen zu lassen, vor allem unter den Unentschlossenen merklich erhöhen. Forschende von WZB und Humboldt-Universität haben konkret drei Instrumente auf ihre Wirkung hin untersucht: die Rückgabe von Freiheiten für Geimpfte, finanzielle Anreize und Impfungen bei Hausärzten.
Wohnen, Verkehr, politisches Vertrauen - auf die nächste Regierende Bürgermeisterin, den nächsten Regierenden Bürgermeister von Berlin warten große Aufgaben. Am 22. April waren die Kandidat:innen der großen Parteien fürs Rote Rathaus zu Gast am WZB. Moderiert von WZB-Forscherin Pola Lehmann haben sie ihre Ideen für Berlin vorgestellt. Den Mitschnitt der Diskussion finden Sie hier.
Proteste gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen fanden nicht nur am rechten Rand Zustimmung, sondern auch in einer politischen Mitte, die sich von den etablierten Parteien nicht repräsentiert sieht. Das zeigt eine neue WZB-Studie.
Eine neue Einheit der Sozialwissenschaften ist in Krisenzeiten wichtig. Dafür setzen sich die WZB-Direktoren Steffen Huck und Michael Zürn in ihrem Beitrag für die Corona-Reihe ein.
Was kann gegen die Corona-Bildungslücken getan werden? Aktuell diskutierte Strategien gehen zu stark von privilegierten Kindern und Standard-Lehrplänen aus, kritisiert Bildungsforscher Marcel Helbig.
Daten sind der neue Rohstoff, ihre Auswertung und Vernetzung verändert die Welt. Soziale Medien prägen die öffentliche und politische Kommunikation, Künstliche Intelligenz lenkt Arbeitsprozesse und Finanzströme. Digitalisierung ist einer der Schwerpunkte in diesem Frühjahr am WZB: mit den WZB-Mitteilungen und einer Online-Plattform.
Die Banner am Zaun des WZB kündigen es an: Unser Institut ist gemeinsam mit über 50 Partnerinstituten in diesem Jahr Teil der Wissensstadt Berlin. Von Juni bis September wird Wissenschaft an vielen Orten der Start erlebbar.
Das Kolloquium Corona-Soziologie startet am 2. Juni in die vierte Staffel. Seit über einem Jahr informieren in jeder Staffel Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über neue Forschungsbeiträge zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Jeden Mittwoch finden um 12 Uhr zwei Vorträge à 15 Minuten statt. Das Programm finden Sie hier.
Sie wollen live dabei sein und mit den Vortragenden diskutieren? Alle Informationen finden Sie auf dieser Seite.
Der ehemalige Präsident der Hertie School of Governance, Henrik Enderlein, ist gestorben. Das WZB verliert einen akademischen Partner, klugen Ratgeber und wundervollen Kollegen. Er wird uns fehlen.
Unsere neue multimediale Plattform WERKSTATT WAHLEN versammelt die WZB-Forschung über Demokratie, Wahlen, Parteien, Verfassung, Protesten und vielem mehr zu den Bundestags- und Landtagswahlen 2021, aber auch zu anderen Wahlereignissen und internationalen Entwicklungen der Demokratie. Sie wird nach und nach erweitert.
Wie kann das Bildungssystem jedem Kind faire Lernchancen eröffnen? Die Pandemie – mit Distanzunterricht und Digitalisierungslücken – verschärft diese Frage, doch die Herausforderungen an die Bildungspolitik sind älter als Corona. Zusammen mit dem Cluster „Recht und Sozialpolitik“ der Universität Hildesheim lädt das WZB zu einem digitalen Kolloquium ein. Immer dienstags um 17 Uhr diskutieren Expert:innen aus Forschung und Politik über das Schulwesen der Zukunft.
Das WZB erforscht grundlegende gesellschaftliche Fragen. Unsere thematischen Schwerpunkte sind Bildung und Arbeit, Migration, Demokratie, Märkte und Entscheidung, internationale Politik und Recht. Am WZB arbeiten Forscherinnen und Forscher verschiedener Disziplinen zusammen – vor allem aus der Soziologie, der Politikwissenschaft, der Ökonomie, der Rechtswissenschaft und der Psychologie.