Publikationen WZB-Mitteilungen Juni 2017

Deutschland vor der Wahl

Wahlwerbung der "Partei" 2011 in Berlin, Foto: Hannibal Hanschel, dpa/picture alliance [nid:52042]
Das Auftreten der AfD auf der politischen Bühne fordert nicht nur die Demokratie heraus, sondern auch die Demokratieforscher. Mehrere Artikel im gerade erschienenen Juni-Heft der WZB-Mitteilungen, das dem Thema „Wahlen 2017“ gewidmet ist, analysieren Programm, Strategie und Wählerschaft der neuen, rechtspopulistischen Partei. Andere Beiträge betrachten allgemein das Instrument der Wahlen und fragen, wie sie den Willen der Bürgerinnen und Bürger in der Politik abbilden. mehr
Publikationen Nominiert für den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis

Das Buch zur Vermächtnisstudie

Buchcover, Pantheon Verlag
Wie wollen die Menschen in Deutschland leben? Was wünschen sie sich für die Zukunft, für das Leben ihrer Kinder? Wo suchen sie Veränderung, wo halten sie an Traditionen fest, wo gibt es gesellschaftliche Blockaden? Von den Werten und Wünschen, den Hoffnungen und Sorgen der Deutschen erzählt Jutta Allmendinger in ihrem neuen Buch, das jetzt für den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis 2017 nominiert wurde. Darin  berichtet sie von den Ergebnissen der großen Vermächtnisstudie, für die WZB, ZEIT und infas mehr als 3.000 Deutsche befragt haben – zu Familie, Karriere, Gesundheit und Technik. Das Überraschende: Die Menschen in Deutschland denken, wünschen und fühlen oft anders als wir annehmen. mehr
Publikationen Neues Buch von Ruud Koopmans

Fragezeichen hinter Multikulti

Buchcover, LIT Verlag
Wovon hängt es ab, ob die Integration von Zuwanderern gelingt oder ob Parallelgesellschaften entstehen? Mit dieser Frage setzt sich der Migrationsforscher Ruud Koopmans seit Jahrzehnten auseinander - mit sehr unterschiedlichen Antworten. In seinem neuen Buch beschreibt er seinen wissenschaftlichen Weg. Ursprünglich überzeugt von der Integrationspolitik seiner Heimat Niederlande, die der Kultur, der Sprache und der Selbstorganisation der Zuwanderer großen Raum gibt und Einbürgerung leicht macht, plädiert Koopmans inzwischen dafür, von Zuwanderern klare Anstrengungen der Integration in die Mehrheitsgesellschaft zu verlangen. mehr
Presse Neue WZB-Studie

Mehr Spenden durch Spendenzertifikate

Gemeinnützige Organisationen können mit anerkannten Spendensiegeln das Vertrauen in ihre Institution erhöhen, denn Spender geben mehr Geld für Organisationen, wenn diese ein Spendensiegel vorweisen können. Die Effizienz von Spendenzertifikaten hat ein Team um WZB-Wissenschaftlerin Maja Adena erstmals in einem Experiment mit etwa 500 Teilnehmern untersucht. Ihre Ergebnisse machen deutlich, wie wichtig es bei Gütern ist, deren Qualität Kunden nicht leicht beurteilen können, Vertrauen zwischen Käufern und Verkäufern herzustellen. mehr
Forschung Textanalysedaten am WZB

Aufbereitet: 3,9 Millionen Parlamentsreden zur EU

Politik entsteht in und durch Text. Reden, Parteiprogramme, Gesetzestexte oder die öffentliche Berichterstattung verraten viel über die Positionen, Prioritäten und Strategien gesellschaftlicher Akteure. Moderne Verfahren der maschinellen Analyse großer Textmengen sind deshalb auch für die politischen Wissenschaften von Bedeutung. Auch das WZB entwickelt solche Methoden. Es stellt vor allem umfassende Dateninfrastrukturen bereit. Eine neue Datenquelle haben jetzt Christian Rauh, Pieter  De Wilde und Jan Schwalbach erschlossen: Sie erfassten über 3,9 Millionen Reden in nationalen Parlamenten zu Debatten über EU-Themen. mehr
Über das WZB In eigener Sache

Berliner Pride Weeks: WZB zeigt Flagge

Regenbogenfahnen am WZB, Foto: Martina Sander
Auch in diesem Jahr wehen die Regenbogenfahnen an der Fassade des WZB. Anlass sind die Berliner Pride Weeks, die mit zahlreichen Aktionen in der Stadt ein Zeichen gegen Diskriminierung, Homo- und Transfeindlichkeit setzen. Das WZB steht für eine offene Gesellschaft ein - über das ganze Jahr mit Beiträgen und Diskussionen zu Demokratie, Sozialforschung und der Gestaltung unseres Zusammenlebens. Die Regenbogenfahnen wehen bei uns bis zum 24. Juli. mehr
Presse Experiment

Wer seine Gewinnchancen kennt, verhält sich weniger kooperativ

Die bisher herrschende Ökonomen-Meinung, Wissen um die eigenen Gewinnchancen im Wettbewerb (payoff information) sei förderlich für die Zusammenarbeit, ist widerlegt. Steffen Huck, Johannes Leutgeb (beide WZB) und Ryan Oprea (University of California, Santa Barbara) kommen nach einem Laborexperiment zu einem anderen Ergebnis: Wenn wir die eigenen Profitchancen kennen, geben wir uns mit diesem Gewinn zufrieden. Wir finden dann aber nie heraus, dass eine Kooperation mit anderen sich insgesamt und auch individuell noch mehr auszahlt. Die Studie ist erschienen im Fachjournal Nature Communications. mehr
Personen Auszeichnung

Bundesverdienstkreuz für Rolf Rosenbrock

Dilek Kolat, Rolf Rosenbrock; Foto: Paritätischer Gesamtverband
Rolf Rosenbrock ist für sein mehr als 40-jähriges Wirken in der Prävention und Gesundheitsforschung mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Er gilt als produktiver, hoch angesehener und erfolgreicher Forscher, Lehrer und Politikberater. Rolf Rosenbrock forschte seit 1977 am WZB, bis 2012 leitete er hier die Forschungsgruppe Public Health. Er ist heute Vorsitzender des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. mehr