Aufmacher WJ2
S27/Luis Krummenacher

denk!mal FREIHEIT

Abstract

Klassenzimmer werden zu Freiheitslaboren

Wie frei fühlen sich Kinder und Jugendliche? Was verstehen sie unter ihrer eigenen Freiheit und der Freiheit anderer? Mit diesen Fragen reisten Forschende des WZB gemeinsam mit Kunstschaffenden von April bis Juli an zwölf Schulen in sozial herausgeforderten Quartieren. Unter dem Motto „denk!mal FREIHEIT“ luden sie Schülerinnen und Schüler ein, ihre Bilder von Freiheit zu entwickeln und ein modernes Freiheitsdenkmal zu bauen. Das Projekt war Teil des Wissenschaftsjahres, das 2024 im Zeichen der Freiheit stand.

„denk!mal FREIHEIT“ richtete sich an Kinder und Jugendliche, die bislang kaum Kontakt mit Wissenschaft hatten. In Workshops konnten sie erfahren, wie Wissenschaftler:innen arbeiten und wie Forschung funktioniert. Aber auch die Forschenden wollten von den Perspektiven der Schüler:innen lernen und Impulse für ihre eigene Forschung gewinnen.

Im Mittelpunkt dieser Freiheitslabore standen Fragen von Freiheit und Unfreiheit entlang zentraler Forschungsthemen des WZB wie Bildung, Mobilität, Digitalisierung, Demokratie, Protest, gute Arbeit und Migration. Das Medium für diese Annäherungen kam von Künstler:innen, die die Schüler:innen anleiteten, Trickfilme zu entwickeln, in denen sie von ihren Vorstellungen, Ideen und Träumen zum Thema Freiheit erzählten.

Das gemeinsame „denk!mal FREIHEIT“, in dem schließlich alle bewegten Gedanken von Kindern und Jugendlichen zusammenfließen, baut sich jedoch nicht allein. Für das Projekt kooperierte das WZB mit Partner:innen aus Kunst und Zivilgesellschaft. Künstler:innen des Mobilen Sprachlabors Trickmisch entwickelten gemeinsam mit den Forschenden das Workshop-Konzept der „Freiheitslabore“. Die Stiftung Ein Quadratkilometer Bildung gewann in verschiedenen Bundesländern Schulen aus ihren lokalen Bildungsnetzwerken für das Projekt. Der Verein Schlesische 27 (S27) – Kunst und Bildung begleitete den Bau des Freiheitsdenkmals, einer großen Installation in der Werkhalle des Stadtlabors „Falscher Fisch“.

Die ersten beiden Workshops fanden auf dem Campus Rütli in Berlin-Neukölln und in Dortmund statt. Es folgten Freiheitslabore in Meerane (Sachsen), Fürstenwalde, Neubrandenburg, Brandenburg, Flensburg, Potsdam, Herten, Wuppertal und Schwerin.

Zum Abschluss des Projektes lud das WZB am 20. September 2024 nach Berlin-Neukölln ein. Im „Falschen Fisch“ der S27 wurden die Trickfilme der Schüler:innen als künstlerische Installation gezeigt und zu einem Panoptikum zusammengesetzt, einem modernen Freiheitsdenkmal.