Legitimität und internationale Institutionen neu denken

Abstract

Das Projekt entspringt der Beobachtung, dass Legitimität für internationale Institutionen enorme Bedeutung gewonnen hat, jedoch auch stark umkämpft ist. Weit davon entfernt, eine „Eigenschaft“ von internationalen Institutionen zu sein, wird Legitimität in diskursiven Praktiken ausgeübt und verhandelt. Während sich internationale Organisationen um Legitimität bemühen, beteiligen sich Staaten und andere Akteure in dynamischen Prozessen von (De-)Legitimation. Die Legitimitätsdebatte wird sowohl als Werkzeuge in der politischen Auseinandersetzung genutzt, übernimmt aber auch wichtige Vermittlungsfunktionen.

Um Überlegungen über die Legitimität von internationalen Institutionen anzustellen, müssen zwei zentrale Dimensionen in Betracht berücksichtigt werden: Die Bedeutung, die mit Legitimationskonzepten verbunden ist, wenn sie in der politischen Auseinandersetzung verwendet werden und der Fähigkeit von Legitimität zur Anpassung und Wandel über die Zeit hinweg.

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Ausgewählte Publikationen

Wzbaktiv
Stephen, Matthew D. (2015): "'Can You Pass the Salt?'. The Legitimacy of International Institutions and Indirect Speech". In: European Journal of International Relations, Vol. 21, No. 4, S. 768-792. (vorab online publiziert 3. März 2015)
Zürn, Michael/Stephen, Matthew (2010): "The View of Old and New Powers on the Legitimacy of International Institutions". In: Politics, Vol. 30, No. S1, Special Issue "Perspectives on the Changing Global Distribution of Power", edited by Alasdair R. Young/Jane Duckett/Paul Graham, S. 91-101.

Forschungsthemen

Internationale Beziehungen
Mitarbeiter/innen
Laufzeit
seit 2013