Sebastian Berg

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Kontakt

sebastian.berg [at] wzb.eu
Weizenbaum Institut für die Vernetzte Gesellschaft
Raum A 102
Hardenbergstraße 32
D- 10623 Berlin


Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
Reichpietschufer 50
D-10785 Berlin
Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsgruppe

Profil

Sebastian Berg ist seit November 2017 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Weizenbaum-Institut, zuvor hat er an der Universität Trier Politikwissenschaft und öffentliches Recht studiert. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit politischen Gestaltungsmöglichkeiten der Digitalisierung (Civic Tech, Alternative digitale Infrastrukturen), der politischen Theorie datenbasierter Analyse- und Interventionstechniken und der Kybernetisierung demokratischer Repräsentation. Sebastian promoviert seit April 2019 am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität zu Genealogie und Gegenwart politischer Datafizierung im Kontext demokratischer Repräsentation.

Dissertationsprojekt:

Vox data, vox populi? Genealogie und Gegenwart politischer Datafizierung im Kontext demokratischer Repräsentation (Arbeitstitel. BetreuerInnen: Prof. Dr. Christian Volk, Freie Universität Berlin/Prof. Dr. Jeanette Hofmann, WZB)

 

Ausgewählte Publikationen

i.E.: "Zur Konstitution der digitalen Gesellschaft. Alternative Infrastrukturen als Element demokratischer Digitalisierung", in: Isabelle Borucki und Michael T. Oswald (Hrsg.): Demokratietheorie und Demokratie im Lichte des digitalen Wandels. Wiesbaden: Springer (mit Daniel Staemmler).

"Krisen-Experiment. Wie der Hackathon #WirVsVirus neue Formen demokratischer Beteiligung erprobt.", in WZB Mitteilungen Neue Verhältnisse (168), 30-32 (mit Veza Clute-Simon, Rebecca-Lea Korinek, Niklas Rakowski & Thorsten Thiel). PDF

"Widerstand und die Formierung von Ordnung in der digitalen Konstellation", in: Robin Celikates und Frauke Höntzsch (Hrsg.): Transnationaler Widerstand. Special Issue Zeitschrift für Politische Theorie (mit Thorsten Thiel), S. 67-86. PDF

2020: "Die digitale Konstellation – eine Positionsbestimmung", in: Isabelle Borucki und Dennis Michels (Hrsg.): Die digitalisierte Demokratie. Special Issue, Zeitschrift für Politikwissenschaft. Wiesbaden: Springer. (mit Niklas Rakowski und Thorsten Thiel). PDF

2019: "The Internet enables organizing without organization", in: Matthias C. Kettemann und Stephan Dreyer (Hrsg.): Busted! The Truth About the 50 Most Common Internet Myths. Hamburg: Leibniz Institute for Media Research | Hans-Bredow-Institut (HBI), 142-145. PDF

2018 (mit Ann-Kathrin Koster): "Materielle Grenzziehungen der Demokratie – ein Tagungsbericht als Spurensuche", auf theorieblog.de.

2018: „Politisches Gestalten als Herausforderung der Digitalisierung“, in: Stalder, Wolfgang (Hrsg.): Mehr als Algorithmen? Digitalisierung in Gesellschaft und Sozialer Arbeit, Weinheim/Basel: Beltz Juventa, S. 40-48. PDF

2018 (mit Florian Eyert): „Ein neues Recht für die digitale Gesellschaft? Tagungsbericht ‚Künstliche Intelligenz und Demokratie‘ (Trier)“, auf theorieblog.de.

Lebenslauf

 

02/2020 – 04/2020
Fellow am Politics Department der Princeton University

Seit 12/2017
Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Doktorand) am Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft, Forschungsgruppe 12 „Demokratie und Digitalisierung

10/2011 – 12/2017
Studium Politikwissenschaft und Öffentliches Recht, Universität Trier

 

Engagement

Deutsche Nachwuchsgesellschaft für Politik- und Sozialwissenschaften e.V. (2017-2019 Vorstandsmitglied)

Sprecher der Nawis (Pre-Docs) am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, WZB (2018-2019)

Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft, DVPW
    Mitglied der Sektion für Politische Theorie und Ideengeschichte
    Mitglied des Arbeitskreises DIgitalisierung und Politik

 

Projekte

Arbeitsgemeinschaft am Center for Advanced Internet Studies (CAIS) "Politische Theorie der digitalen Konstellation – forschungsprogrammatische Überlegungen zu Herrschaft und Widerstand" (eingeworben 2019 gemeinsam mit Daniel Staemmler, FU Berlin)

Ziel der Arbeitsgemeinschaft ist die Institutionalisierung einer Arbeitsgruppe aus Nachwuchswissenschaftler*innen, die sich dezidiert mit einer politiktheoretischen Erforschung der Digitalisierung auseinandersetzt. In den Fokus rücken politische Theorien und Ideengeschichte der Digitalisierung; die Frage, inwiefern implizite gesellschaftstheoretische Grundannahmen der politischen Theorie affiziert werden und welche systematischen Implikationen sich daraus für die jeweiligen Theorien ergeben; und wie die politische Theorie gehaltvoll zu Phänomenen der Digitalisierung interpretativ sprechen kann. Die Arbeitsgemeinschaft möchte diese Überlegungen entlang der Dichotomie von Herrschaft und Widerstand als einer der klassischen Leitdifferenzen des politischen Denkens nachverfolgen.
Denn so oft der gesellschaftliche Strukturwandel im Zuge der Digitalisierung beschworen wird, so unklar bleiben seine Konsequenzen für die politischen Ordnungen der Gegenwart. Nicht nur die technologische Dynamik und die Komplexität politischer Ordnungen sind für diese fundamentale Ungewissheit verantwortlich, ein ebenso wichtiger Grund ist darin zu sehen, dass wir es bei der digitalen Transformation mit einem Prozess zu tun haben, der – ähnlich der Globalisierung – zum einen die politischen und sozialen Rahmenbedingungen überschreitet und zum anderen und zugleich auf sich selbst zurückwirkt. Die Ambivalenz der Digitalisierung offenbart sich also in ihrem rekursiven Charakter: Sie durchdringt nicht nur zusehends alle Lebensbereiche, sondern eröffnet zugleich die politische Auseinandersetzung um die Gestaltung dieses Wandels unter den veränderten Bedingungen der digitalen Konstellation. Die mit ihr wirksam werdende, sich in unterschiedlichen Formen niederschlagende Einschränkung individueller Selbstbestimmung scheint einerseits ein neues, glänzendes Zeitalter technokratischer Herrschaft zu begründen, basierend auf den Rationalitäten der Plattformen und in der glatten Ästhetik konnektiver Artefakte. Andererseits bricht diese Perspektive in der Vielzahl widerständiger Aneignungsprozesse, welche der disruptiven Logik der Innovation die politische Handlungsmacht der Intervention entgegensetzen, sei es im Parlament, auf der Straße oder in der Software. Die Arbeitsgemeinschaft will eine reflektierte Auseinandersetzung darüber ermöglichen, wie die politische Theorie zu dieser Ambivalenz sprechfähig werden kann und welche Implikationen für sie daraus erwachsen.

 

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