Die Internationale Ordnung unter Druck – Ist es Zeit für eine Neuausrichtung?
Die nach dem Zweiten Weltkrieg entstandene internationale Ordnung steht unter starkem Druck. Sowohl mächtige als auch kleine Staaten handeln zunehmend außerhalb des Völkerrechts, während die Autorität des UN-Sicherheitsrats, der WTO und der NATO abnimmt. Stimmen aus dem Globalen Süden stellen die westliche Dominanz in Frage, China und Russland bieten wirtschaftliche Partnerschaften ohne normative Auflagen als alternatives Modell an und stellen damit Institutionen in Frage, die auf der Prämisse beruhen, dass Wohlstand und regelbasierte Zusammenarbeit Hand in Hand gehen. Von den Kriegen in der Ukraine und im Gazastreifen bis hin zum zunehmenden Rückzug der USA aus internationalen Organisationen: Was einst als stabiles System erschien, wirkt heute fragmentiert, umkämpft und steht vor einer tiefgreifenden Transformation.
Das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) lädt Sie zu einer Diskussion ein, die sich mit den sich wandelnden globalen Machtverhältnissen und der Entwicklung der transatlantischen Beziehungen befasst. Dabei wird untersucht, welche Verantwortung Europa und Deutschland bei der Gewährleistung ihrer eigenen Sicherheit und der Förderung einer widerstandsfähigeren internationalen Ordnung übernehmen sollten und welche Rolle internationale Institutionen – von Finanz- und Entwicklungsorganisationen bis hin zu Handels- und Sicherheitsabkommen – bei der Sicherung von Investitionen, Stabilität und Wiederaufbau in den von Krisen betroffenen Regionen der Welt spielen können.
Dieser öffentliche Dialog findet am Mittwoch, dem 7. Oktober 2026, um 19:30 Uhr in der Akademie der Künste am Pariser Platz in Berlin statt, mit:
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Odile Renaud-Basso, Präsidentin der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD). Sie ist die erste Frau an der Spitze einer multilateralen Entwicklungsbank. Unter ihrer Führung ist die EBRD zum wichtigsten institutionellen Investor in der Ukraine geworden und unterstützt wirtschaftliche Aktivitäten in weiteren Krisenregionen.
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Norbert Röttgen, Bundestagsabgeordneter seit 1994. Als ehemaliger Bundesminister und Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses zählt er zu Deutschlands führenden Experten für internationale Angelegenheiten und ist Autor mehrerer Bestseller, darunter „Demokratie und Krieg“.
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Katherine Tai (tbc), US-Handelsbeauftragte unter der Biden-Administration. Heute engagiert sie sich als Executive Director der Coalition for New Trade für eine Handelspolitik, die den Menschen und den Planeten priorisiert.
Moderiert wird das Gespräch von Anna Sauerbrey, Ressortleiterin Außenpolitik bei DIE ZEIT.
Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltung in englischer Sprache ohne Simultanübersetzung durchgeführt wird.
Im Anschluss laden wir zu einem Empfang mit herrlichem Blick auf das Brandenburger Tor ein.
Bitte melden Sie sich hier bis zum 4. Oktober 2026 für den öffentlichen Dialog an.

