Manifesto Project Team
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Das Manifesto-Projekt

Abstract

Das Manifesto-Projekt befasst sich seit seiner Gründung als Manifesto Research Group/Comparative Manifestos Project (MRG/CMP) mit verschiedenen Aspekten der Struktur und Leistungsfähigkeit von Parteiendemokratien. Im Jahr 2003 erhielt das Projekt den Preis der American Political Science Association (APSA) für den besten Datensatz im Bereich der vergleichenden Politikwissenschaft.

Repräsentieren Parteien auch heute noch die politischen Präferenzen der Bürger oder hat die Qualität der politischen Repräsentation aufgrund der Erosion der Verbindungen zwischen Parteien und ihren Wählern nachgelassen? Wie gut repräsentieren Parteien in alten Demokratien ihre Wähler im Vergleich zu Parteien in neuen Demokratien? Welchen Einfluss haben institutionelle Arrangements wie parlamentarische oder präsidentielle Regierungssysteme auf die Qualität der politischen Repräsentation?

Das Projekt umfasst die Sammlung und vergleichende Inhaltsanalyse von Parteiprogrammen, um die politischen Präferenzen der Parteien zu erfassen. Das Projektteam koordiniert die Erstellung und Analyse der Daten mit Unterstützung von Kodierern aus über 67 verschiedenen Ländern. Der Datensatz des Manifesto-Projekts umfasst über 1.400 Parteien in über 67 Ländern auf fünf Kontinenten von 1945 bis heute. Der Hauptdatensatz des Projekts wird einmal jährlich aktualisiert. Das „Manifesto Corpus“ macht die zugrunde liegenden Wahlprogrammdaten zugänglich. Die Website bietet direkten Zugriff auf Wahlprogrammtexte und inhaltsanalytische Daten und ermöglicht es, diese auf einfache Weise zu durchsuchen und zu visualisieren. Darüber hinaus ermöglicht das große Sprachmodell des Projekts, „manifestoberta“, den Nutzern, das Kodierungsschema des Manifesto-Projekts auf weitere Dokumente anzuwenden.

Dokumente und Daten werden der wissenschaftlichen Öffentlichkeit in Form einer Online-Datenbank https://manifesto-project.wzb.eu zur Verfügung gestellt.

Seit November 2022 wird das Projekt in Kooperation mit dem Institut für Demokratieforschung der Universität Göttingen geführt.

Kontakt: manifesto-communication [at] wzb.eu