Daniel Ziblatt erhält Transatlantische Brückenprofessur
Wir freuen uns, dass Daniel Ziblatt als Transatlantic Bridge Visiting Professor mit dem WZB verbunden bleibt. Ziblatt war von 2020 bis 2026 Direktor der WZB-Abteilung Transformationen der Demokratie am WZB. Die von der Volkswagen-Stiftung geförderte Transatlantische Brückenprofessur ist am Zentrum für Zivilgesellschaftsforschung am WZB angesiedelt.
In seinem neuen Projekt „Rückzug oder Verantwortung? Zivilgesellschaftliche Führungskräfte und die Verteidigung der Demokratie in Deutschland“ untersucht der Politikwissenschaftler, welche Verantwortung einflussreiche Akteur*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kirchen, Medien und Gewerkschaften für den Schutz der Demokratie tragen – und wann ihr Handeln, Schweigen oder Ausweichen die demokratische Resilienz stärkt oder schwächt.
Die Brückenprofessur ist eine der ersten drei Transatlantischen Brückenprofessuren der Volkswagen-Stiftung. Mit der Ausschreibung 2025 reagiert die Stiftung auf die veränderten Beziehungen zu den USA und die zunehmende Bedrohung der Wissenschaftsfreiheit: „Austausch statt Abgrenzung lautet die Antwort der Volkswagen-Stiftung auf die aktuellen Herausforderungen im Verhältnis zu den USA. Dort nehmen isolierende und nationalistische Tendenzen in der Politik zu. Wissenschaftsfreiheit gerät unter Druck. Forschung aber lebt von Offenheit, Vertrauen und internationaler Zusammenarbeit.“
Das Programm richtet sich an international anerkannte Forscher*innen der Geistes- und Gesellschaftswissenschaften aus den USA, die in den Bereichen Demokratie, Grundrechte, Wissenschaftsfreiheit oder transatlantische Beziehungen forschen. Die Förderung ermöglicht jährliche Präsenzphasen an deutschen Institutionen, um die Forschung fortzusetzen und den transatlantischen wissenschaftlichen Austausch zu stärken.
KK / 29.10.26