Research unit Economics of Change
David Ausserhofer
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Was bringt Menschen dazu, heute anders zu handeln als gestern? So groß die Zahl spezifischer Gründe für Verhaltensänderungen auch sein mag, sie fallen in eine überschaubare Zahl von Kategorien. Die vier Grundformeln für mögliche Antworten lauten: 1) weil sie etwas Neues über die Wirkungsweise der Welt – den Zusammenhang zwischen ihrem Tun und den Konsequenzen – gelernt haben, 2) weil sich die Konsequenzen ihres Tuns selbst geändert haben, 3) weil sich ihre Ziele geändert haben und 4) weil ihre Erfahrung ihnen gebietet, Neues auszuprobieren.

Alle vier Kategorien finden Entsprechungen in ökonomischem Denken, das Verhaltensänderungen postuliert, wenn sich 1) Erwartungen ändern, 2) Anreize ändern, 3) Präferenzen ändern oder 4) Entscheider Lernregeln benutzen, um ihr Verhalten zu adaptieren.

Orthodoxe Ökonomik (die sogenannte Neoklassik) beschränkte sich eisern auf die Untersuchung des Zusammenspiels zweier Mechanismen, nämlich von Erwartungen und Anreizen, unter strengen Annahmen, die die Rationalität aller Entscheider betreffen. Die moderne Verhaltensökonomik lockert diese Rationalitätsannahmen und untersucht darüber hinaus die Anpassung von Präferenzen und die Rolle eingeschränkt rationaler Lernregeln. Die Arbeit der Abteilung Ökonomik des Wandels baut methodisch auf der Untersuchung aller vier Mechanismen des Wandels auf. Sie ist damit Teil der breiteren verhaltensökonomischen Bewegung, die das Gebiet der Volkswirtschaftslehre seit über dreißig Jahren reformiert.Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Abteilung interessieren sich vor allem für dynamische Prozesse. Wie passen sich Entscheider an neue Gegebenheiten an? Wie werden neue Gegebenheiten geschaffen? Die Identifikation allgemeiner (mikro-) ökonomischer Mechanismen des Wandels wird dabei mit einer breiten Palette gesellschaftlich relevanter Anwendungen gekoppelt: von der Förderung prosozialen Verhaltens, über die Gestaltung von Arbeitsplätzen, bis hin zu politischen Entscheidungsprozessen.

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David Ausserhofer
David Ausserhofer
Kontakt

Natalia Linke (Büro)

Telefon: (030) 254 91 420
Fax: (030) 254 91 423
Email: natalia.linke [at] wzb.eu

Reichpietschufer 50
D-10785 Berlin

Veranstaltungen

Dienstag, 11. Januar 2022
Dienstag, 25. Januar 2022
Dienstag, 22. Februar 2022

Weitere Veranstaltungen

Neue Forschungsbeiträge


Editorial: Honesty and moral behavior in economic games. Steffen Huck et al. in Frontiers in Psychology.

Discrimination, Narratives and Family History: An Experiment with Jordanian Host and Syrian Refugee Children. Steffen Huck et al. in Review of Economics and Statistics

The Standard portfolio choice problem in Germany. Christoph Breunig et al. in The Economic Journal

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Research in context

Ökonom Steffen Huck über den Einfluss von Fake News auf Entscheidungen (with English subtitles).

 

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Economist Kai Barron on beliefs and expectations (mit deutschen Untertiteln).

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Maja Adena

Research in context

Ökonomin Maja Adena über Spenden und Kalkül.

Leseempfehlung

Jana Friedrichsen und Steffen Huck (Hrsg.):

Nicht-Orte der Fleischindustrie – Fakten und Hintergründe zum Schlachten in Deutschland, Selbstverlag, 2018.

Die Broschüre kann unter der Email-Adresse 
wzb [at] wzb.eu bestellt werden.

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Brexit snap

Abschied für immer? Der Brexit und die Folgen für Gesellschaft und Wissenschaft

Podiumsdiskussion mit Jutta Allmendinger, Ulrike Guérot, Steffen Huck und Daniel Auer. Moderation: Shelly Kupferberg.

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Fehr snap

Social preferences and redistributive politics

WZB Distinguished Lecture in Social Sciences mit Ernst Fehr, Universität Zürich.

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Ein Abend mit Tom Fontana

“Good Men Don’t Understand” - An Evening with Tom Fontana and Jörg Winger

TV, Economics and Society - A WZB series organized by Steffen Huck, Sir Peter Jonas, Anna Winger, and Jörg Winger.

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“S’all good, man!” An Evening with Jenn Carroll, Gordon Smith and Anna Winger

“S’all good, man!” An Evening with Jenn Carroll, Gordon Smith and Anna Winger

TV, Economics and Society - A WZB series organized by Steffen Huck, Sir Peter Jonas, Anna Winger, and Jörg Winger.

Preise

hat den Red Dot Design Award, category "Best of the Best", den German Design Award, Kategorie Exzellentes Kommunikationsdesign/Web, den W³ AWARD als Gold Winner Visual Appeal/ Aesthetics und Silver Winner Science, sowie den iF Design Award, Disziplin Communications, Kategorie Websites gewonnen.